Der erste Arbeitstag!

Einchillen heißt die Dewiese. Als erfahrener Handwerker, vom Bau geprägt, existiert in mir das Bedürfnis nach Produktiviität. Getreu dem Motto heißt es dann, keine Zeit verlieren. Handgriffe sitzen möglichst effektiv und jedes Rumgetrödel wird vom Schlechten-Gewissen gerügt. So konnte ich bislang besonders als Selbstständiger meine Gewinne maximieren. Doch hatte ich bei jedem Auftrag bislang davon geträumt, irgendwann etwas für mich selbst zu erarbeiten, hatte ich derweil meine Selbstverwirklichungswünsche damit befriedigt, mich an kleineren Projekten zu frönen. Ein Umbau eines Wohnzimmers, die Restauration eines Wohnwagens und zuletzt immer wieder Schrauben an alten, wertstabilen Autos, Klassikern. Die Verwirklichungen meiner wahren, Jahre alter Träume, stellt nun ein ganz eigenes Konstrukt da. Der Erfüllung der ich mich nun hingeben kann, nachdem ich zwei meiner Hauptträume bereits vollendet hatte, nämlich die Frau meines Lebens zu finden und ein Kind in die Welt zu setzen, heißt wie du weißt, Basislager errichten und Weltreisemobil erschaffen. Damit komme ich nun ganz Blog-konform auf das Handwerk zu sprechen, welches mir die Fertigkeiten an die Hand gibt, diese großen Pläne komplett in Eigenregie, Eigenverantwortung und unter Erbringung des eigenen Schweißes zu realisieren. Die Welt des Handwerks sieht also nun anders aus, nicht für andere, nicht als Job, nicht als Selbstständiger und somit ganz ohne Leistungsdruck, das Leben genießend in den Tag rein lebend einfach tun wonach es mir beliebt. Muss ich mich wahrlich erst umgewöhnen, die Stimmen des Leistungsdrucks beim Schaffen verklingen lassen. Die innere Ruhe kehrt ein, und heute hatte ich ganz alleine in meiner Einsamkeit das erste mal dieses wohltuende, wirklich erfüllende Gefühl der Selbstverwirklichung. Direkt und unmittelbar spüren mit jeden meiner Handgriffe unmittelbar beim Werken. Kommt doch eigentlich dieses wohltuende Gefühl erst am Ende des Tages auf, wenn die Ruhe einkehrt. Aber die Ruhe ist nun allgegenwärtig.

Bereits im vorangegangenen Blog des Basislagers siehst du die Errichtung des Tores. Dahinter glänzt nun mein Dailydriver und direkt dahinter der 407. Einfach nur um mich an der Ästhetik zu erfreuen habe ich kurzerhand den Kühlergrill und Stoßstange montiert. So kannst auch du dich an dieser Schönheit erfreuen.

Der erste richtige Arbeitstag konnte sich also nun dem ersten Punkt, auf der langen Liste des 407 annehmen. Aus vielerlei Gründen arbeite ich mich von oben nach unten vor. So widmete ich mich zuerst dem Dach. Bereits am Vormittag tätigte ich eine Bestellung von 200 Euro für Halbzeuge. Morgen schon sollen die Mittelchen zur chemischen Rostentfernung, und zur Karosserie-Konservierung eintreffen. Doch bis diese zur Anwendung kommen, heißt es freilegen. Folgende Fotostrecke beschreibt die Handlungen und Erkenntnisse des Tages.

Ab Ende des Tages heißt es nun, den körperlichen Zeichen der Erschöpfung nachzugehen.

Oben an der Dachkante sieht man auch außen schon Erfolge der Rostentfernung, zu den äußeren Ergebnissen aber im nächsten Blog mehr!

alles links liegen lassen, freuen, hinsetzen und ein paar Bier öffnen. Mit Blick auf den wundervollen 407 mache ich mir nun Gedanken darum, was ich so alles noch brauche und schnappe mir sogleich einen Zettel und Stift.

und zu guter letzt …

genießen!

2 Gedanken zu „Der erste Arbeitstag!“

  1. Hallo,

    Ich hoffe du bist inzwischen auch gut zuhause bei deiner Familie angekommen. Wie versprochen, melde ich mich hier um dich nochmal daran zu erinnern, dass wir uns mal alle treffen sollten. Du und Lukas hatten ja bereits über eure Gruppe geschrieben, du kannst ihm da ja alle wichtigen Daten zukommen lassen und ein Datum vorschlagen, welches Wochenende euch passen würde.

    Liebe Grüße,
    Vero

  2. Liebe Vero,
    danke für dein Kommentar, so langsam werden es im Schnitt mehr Kommentare als Spams, sehr gut 😀
    Also prinzipiell seid Ihr immer gerne gesehen. Wir werden auch wohl noch bis Oktober hier sein, ich muss ja die Karre fertig bekommen. Also meldet euch einfach wann Ihr kommen wollt, vielleicht auch einfach mal spontan, uns ist es eigentlich immer recht 🙂

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